• Roland Hohberg

Am deutschen Wesen mag die Welt genesen

Deutsche Fans pfeifen bei der ungarischen Nationalhymne. Ungarische Fans drehen sich bei der deutschen Nationalhymne um.


Die Medienhetze des unwürdigen Gastgebers Deutschland hat ihre Wirkung nicht verfehlt.


Der Moraleuropameister steht schonmal fest. Man wollte einen diplomatischen Eklat, man hat ihn bekommen.



Politik ist nur noch ätzend, wenn Menschen wegen verschiedener Meinungen nicht mehr miteinander sondern nur noch übereinander sprechen.


Was hat die Politik aus dem deutschen Volk gemacht? Was für Werte haben Menschen, wenn sie Regenbogenfarben für ihre Hetze missbrauchen und nicht mal den Grundsatz von Anstand und respektvoller Gastfreundschaft zustande bringen?


Der Aktionismus geht weit über das Anliegen der Antidiskriminierung hinaus. Die Minderheit, um die es geht, hat längst dieselben Rechte wie alle anderen.


Jeder darf seine Freunde und Bekannten selbstverständlich selber nach Sympathie aussuchen. Individuelle Neigungen und Abneigungen können zum Glück nicht gesetzlich geregelt werden.


Doch den Aposteln mit dem moralischen Zeigefinger geht es gar nicht um Toleranz. Es geht hier um einen Zersetzungskult, der scheinbar harmlos in bunten Farben daherkommt.


Und man sieht daran, wer sich diesem naiverweise oder willfährig unterwirft, wie wenig Seriosität es selbst in höheren Etagen von Politik und Industrie noch gibt.


Wer unternimmt endlich etwas gegen diese Unruhestifter, die ständig versuchen, der Allgemeinheit ein Schuldbewusstsein aufzuoktroyieren, irgendwelche Minderheiten zu diskriminieren? (was in Wirklichkeit niemand tut!)


Die Verursacher dieser absurden Propagandaaktionen bekommen Beachtung wie Flitzer im Stadion.


Sie sind die eigentlich Gestörten, nicht die Adressaten, an die sich ihre Kampagnen richten.


Orban spielt in der EU nicht so mit, wie er soll. Dann werden die Ungarn eben diskreditiert.


Und niemand will wissen, was in besagtem "diskriminierenden" Gesetz überhaupt steht.


In nur wenigen Ländern gibt es eine gleichgeschlechtliche Ehe, in Ungarn zumindest ist eine privilegierte Partnerschaft erlaubt, und das schon länger. Aufklärung soll bis zum 18. Lebensjahr durch die Eltern stattfinden.


Über solche Gesetze würden wir in Afrika jubeln! In den meisten afrikanischen Ländern ist Homosexualität strafbar.


Davon wollen Merkel, Söder und Co. nichts wissen.


Die Homophobie und Diskriminiering in afrikanischen Ländern wird von der deutschen Politik stillschweigend toleriert und sogar mit dem Geld des Steuerzahlers finanziert.


Vergessen wird dabei oft, dass die Homophobie in Afrika eine "religiöse Pandemie" ist, eine Reproduktion der kolonialen Unterdrückung.


So verurteilen vor allem christlich erzogene Afrikaner queere Menschen als fremd und unafrikanisch. Das Christentum indes empfinden sie nicht als fremd.


Dabei ist es ja das gleiche Christentum, das afrikanische Tradition, Bräuche und Glaubenssysteme verteufelt hat.


Wir dürfen gespannt sein, wenn bei der WM im kommenden Jahr Deutschland auf Mannschaften wie Ghana, Kenia oder Äthiopien trifft.


Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen. Das hat noch nie ein gutes Ende genommen.