• Roland Hohberg

An den Vorstand des Fanverband Leipzig e.V.



An den Vorstand des

Fanverband Leipzig e.V.


Als Leiter des Fanclub RB Leipzig Mosambik, dem Verantwortliche ihres eingetragenen Vereins wiederholt Betrug unterstellen und der in öffentlichen Foren in rufschädigender Weise verleumdet wird, möchte ich hiermit folgendes klarstellen:


Der Fanverband Leipzig e.V. hatte sich, nachdem Mosambik im März 2019 von zwei verheerenden Umweltkatastrophen heimgesucht wurde, unserer Faninitiative "RB Fans mit Herz" angeschlossen.


Der Fanverband Leipzig hatte am 26. März 2019 schriftlich seine Absicht bekundet, mit einem Spendenaufruf unseren Fanclub beim sozialen Engagement für bedürftige Kinder in Mosambik zu unterstützen.


Fortan trat der Fanverband Leipzig e.V. in der Öffentlichkeit als gleichberechtigter Partner dieser Initiative auf, mit dem Recht, Spenden im Rahmen und unter dem Motto unserer Initiative einzunehmen.


Damit trug der Fanverband Leipzig e.V. fortan auch Verantwortung, die solidarische Hilfe von RB-Fans für soziale Projekte in Mosambik in transparenter Weise zu verwalten und gegenüber unserem Fanclub als Initiator der Spendenaktion abzurechnen.


Auf der offiziellen Webseite unseres Fanclubs RB Leipzig Mosambik wurden unsererseits alle Namen der Spender veröffentlicht, mit Ausnahme derer die nicht namentlich erwähnt werden wollten.


Alle empfangenen Beträge wurden nach Bestätigung durch den für die Abrechnung verantwortlichen Verein Afropa e.V. mit Sitz in Dresden fast täglich aktualisiert und veröffentlicht.


Die Einnahmen wurden stets mit den beiden gemeinnützigen Empfängerorganisationen in Mosambik kommuniziert und im Juli 2019 sowie auf einer Mitgliederversammlung im Oktober 2019 abgerechnet.


Darüber hat unser Fanclub auf seiner Webseite fanclubmosambik(punkt)com in mehreren Beiträgen ebenso berichtet, wie über den Einsatz der Spenden, inklusive dem Weihnachtsfest 2019 im Waisenzentrum "Casa do Gaiato".


Außerdem wurde für alle Spender und interessierte RB Fans in Leipzig ein Fest organisiert, um über unsere sozialen Aktivitäten und die Arbeit unserer lokalen Partnerorganisationen zu informieren.


Bei keiner dieser Gelegenheiten wurde hinsichtlich der Spenden Klärungsbedarf angemeldet. Es gab lediglich Fälle von Verzögerungen bei der Ausstellung von Spendenquittungen durch den Spendenempfänger Afropa e.V., die dann durch den Verantwortlichen des Dresdner Vereins geklärt wurden.


Der Fanverband Leipzig e.V. jedoch ließ die Transparenz im Umgang mit den ihm anvertrauten Geldeinnahmen der Spendenaktion "RB Fans mit Herz" von Beginn an vermissen.


Es wurde uns weder eine Spenderliste zur Veröffentlichung übergeben, noch bekamen wir Belege über die im Namen unserer Initiative eingenommenen Spendenbeträge.


Auch lehnte der Fanverband Leipzig e.V. es bis zu meiner Rückreise nach Mosambik Ende Juli 2019 ab, die Spendeneinnahmen wie abgesprochen zu übergeben oder diese gegen eine Spendenbestätigung auf das Konto des Afropa e.V. zu überweisen.


Auf dieses Versäumnis angesprochen, erklärten Verantwortliche des Fanverband Leipzig e.V. beim Grill-Fest im Juli 2019, von Vertretern eines Leipziger Fanklubs Betrugsvorwürfe erhalten zu haben.


Es wurde versprochen, zeitnah Auskunft über die vermeintlichen Beschwerden zu geben, um die Sachverhalte klären zu können, was bis heute nicht geschehen ist.


Auch nahm keiner der Verantwortlichen des Fanverband Leipzig e.V. unsere Einladung zum Mosambik-Fest wahr, um sich mit unserer Arbeit vertraut zu machen und mögliche Unklarheiten auszuräumen.


Seit 2019 wurde uns weder ein konkreter Hinweis auf Spendenbetrug vorgelegt, dem wir hätten nachgehen können, noch wurden wir in den vergangenen zwei Jahren diesbezüglich kontaktiert.


Als ich am 6. Juni 2021 darüber informierte, dass wir aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage waren, die Webseite unseres Fanclubs weiterzuführen und in der neuen Saison nicht mehr die Spielübertragungen für unsere Fanclub-Mitglieder garantieren können, sah ich mich unter anderem durch Vertreter des Fanverband Leipzig e.V. haltlosen Unterstellungen und bösartigen Beleidigungen ausgesetzt.


Bei meinem Versuch, mit einer sachlichen Gegendarstellung zu reagieren, wurde der Link zur Veröffentlichung auf meiner privaten Webseite gelöscht und auch heute reagierten die Administratoren eine Facebook-Gruppenseite sofort mit der Löschung meines Beitrags.


Unter anderem versuchte ich darauf hinzuweisen, dass die dem Fanverband Leipzig e.V. im April 2019 anvertrauten Spenden erst mehrere Monate später auf das Konto des Afropa e.V. überwiesen worden, nachdem ich ankündigt hatte, beim Verein Beschwerde einzulegen.


Wie hätte der Fanverband Leipzig e.V. wohl reagiert, hätte ich in öffentlichen Fan-Foren die Anschuldigung verbreitet, die Spendengelder wären vielleicht ohne die Ankündigung einer Beschwerde gar nicht überwiesen worden?


Auch widerspricht es jeder Logik, dass dem Fanverband Leipzig e.V. bereits Hinweise auf Betrug vorgelegen hatten, lange bevor die Spendenbeiträge mit den Partnerorganisationen in Mosambik abgerechnet werden konnten.


Wir bitten den Vorstand des Fanverband Leipzig e.V. hiermit nochmals, gemäß seiner Vereinssatzung, Klarheit in dieser Angelegenheit zu schaffen, den Betrugsvorwurf entweder konkret zu belegen oder sich für die öffentlichen Rufschädigungen zu entschuldigen.


Desweiteren bitten wir, die Vereinssatzung des Fanverband Leipzig e.V. auf die Möglichkeit von Maßnahmen zu prüfen, um gegegen Vereinsmitglieder vorzugehen, die in öffentlichen Foren nicht belegte Unterstellungen und rufschädigende

Verleumdungen verbreiten oder andersweitig gegen die Werte des Vereins RB Leipzig verstoßen.


So haben Verantwortliche des Fanverband Leipzig e.V. mehrfach Vertreter Leipziger Fanclubs aufgerufen, den einzigen RB Leipzig Fanclub auf dem afrikanischen Kontinent nicht zu unterstützen.


Seit 2019 erleben wir die Wirkung dieser öffentlichen Appelle, in denen unser Fanclub ohne jeden Beleg als Geschäftsmodell zu betrügerischer Abzocke bezeichnet wird.


Roland Hohberg


Mosambik, 16.8.2021