• Roland Hohberg

Christiane H. Stefanie W. Johanna H.


Lang hat es gedauert, bis die Namen der Opfer der islamistisch motivierten Bluttat von Würzburg bekannt gemacht wurden.


Ginge es nach denen, die das Verbrechen mitzuverantworten haben, würden die Todesopfer anonym und namenlos bleiben.


Es ist anzunehmen, dass Herr Neuer und die anderen Millionär*innen der einst nicht vordergründig politisch aktiven Fußball-Nationalmannschaft, die Namen der Opfer des Attentats nicht kennen.


Ganz gewiss sind sie nicht Freunde oder Familienangehörigen der Mordopfer.


Sonst würden sie sich heute nicht für diese empathielose Bekundung ideologischer Menschenverachtung hergeben, die darauf abzielt auch die Fußballwelt immer mehr in die Lager der Guten und der Bösen zu spalten.


Heute wäre der Moment gewesen, Regenbogenbinden gegen einen Trauerflor zu tauschen und als eine völlig unpolitische aber humanistische Geste Anteilnahme zu zeigen.


Stattdessen befolgen sie in pseudomoralischer Heuchelei untertänigst die Anweisungen des Zentralkomitees, das mit Lügen, Verharmlosungen und Ablenkungsmanövern das Volk im Würgegriff hält.


Da überrascht es nicht, dass viele Fußballfans die all die Jahre hinter der deutschen Mannschaft standen, sich heute sogar ein Ausscheiden der Schauspieltruppe wünschen.