• Roland Hohberg

Erschiesst den Buren! Musik des Hasses?




Während in Deutschland die absurdesten Rassismus-Debatten über Mohren-Apotheken, Winnetou und Schokoladensorten inszeniert werden, erleben Weiße in Südafrika Rassenhass in Reinkultur.


Noch 2011 hatte ein südafrikanisches Gericht das Lied "Erschießt den Buren!" als Hassrede eingestuft und auf allen öffentlichen und privaten Veranstaltungen verboten.


Zuvor hatte das Afriforum eine Petition beim Hauptquartier des ANC in Johannesburg eingereicht, sowie eine Liste mit den Namen von 1.600 Opfern von Angriffen auf Landgüter in Südafrika.

Mit Gerichtsbeschluss von dieser Woche aber wurde das öffentliche Singen des Aufrufs zum Töten weißer Farmer wieder erlaubt, ohne dass dies international auf Kritik stieß.


Auch im Nachbarland Mosambik, wo ich seit mehr als drei Jahrzehnten lebe, liegt Rassismus gegen Weiße immer mehr im Trend und wird durch institutionelle Ausländerfeindlichkeit immer stärker untermauert.


Für das Auswärtige Amt und die Auslandsvertretung der Bundesrepublik in Maputo sind Rassismus gegen in Mosambik beheimatete Deutsche und diskriminierende Regelungen gegen Besucher kaum ein Thema.


Wurde in den 1990er Jahren noch über ungeklärte Verbrechen an deutschen Privatinvestoren gesprochen, wird in den bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern jetzt nur noch der Rassismus in Deutschland zum Thema gemacht.