• Roland Hohberg

Homophobie in Afrika - Yoko



In zahlreichen afrikanischen Ländern halten sich homophobe Einstellungen hartnäckig und LGBTI-Rechte haben nur wenige Fürsprecher. In der internationalen Presse wird Afrika deswegen als homophober Kontinent an den Pranger gestellt.


Die mosambikanische Regierung stellt Homosexualität nicht mehr unter Strafe. Im Juli 2015 strich das Parlament ein diskriminierendes Gesetz aus der Kolonialzeit. Bis dahin galten homosexuelle Handungen als illegal und es drohten Strafen wie Zwangsarbeit oder die Einweisung in die Psychiatrie.


Die Entkriminalisierung von Homosexualität in Mosambik kam für mich jedoch ein ganzes Jahr zu spät. 2014 schloss ich die Produktion des ersten in einem afrikanischen Land produzierten Animationsfilms zum Thema sexueller Identität ab.


Fast zwei Jahre hatte ich ohne Unterstützung an dem 30-minütigen Film über das Coming Out des jungen Afrikaners Yoko und seine Liebe zum Sohn eines Botschafters gearbeitet.


Für den Soundtrack spielte ich Songs der auf der Insel Sansibar geborenen britischen Rock-Ikone Freddie Mercury in meinem Studio neu ein.


Doch wurde der Film nie öffentlich aufgeführt. Kaum war er fertiggestellt, wurde in meinem Studio "aufgeräumt". Mit den beiden Computern verschwand das Audio- und Videomaterial. Polizeiliche Ermittlungen führten zu keinem Ergebnis.