• Roland Hohberg

In Afrika Corona aussitzen

Updated: Apr 9

In einigen afrikanischen Ländern bricht angesichts der steigenden Zahl von positiven Corona-Tests zunehmend Panik aus.

Immer häufiger kommt es dabei auch zu rassistischen Ressentiments gegenüber Europäern, denen vorgeworfen wird, die Krankheit ins Land geschleppt zu haben.

Mit der weiteren Ausbreitung der Pandemie erhöht sich damit das Sicherheitsrisiko für Touristen und in afrikanischen Ländern beschäftigte Europäer.

Viele Urlauber warten in leeren Hotels und am verwaisten Strand auf Hilfe im Rahmen der angekündigten Rückholaktion des Auswärtigen Amts und sind auf sich allein gestellt.

Auch in der Deutschen Botschaft Maputo gab es mal einen Notfallplan und alle in der Kontaktliste registrierten Deutschen wurden in Krisensituation per E-Mail über notwendige Vorsichtsmaßnahmen informiert.

Auch wurden deutsche Staatsbürger durch ihre Auslandsvertretung regelmäßig per Rundschreiben um die Aktualisierung ihrer Kontaktdaten gebeten.

Da ich in den letzten Jahren diesbezüglich keine Mail der Deutschen Botschaft bekam, erledige ich die Aktualisierung meiner seit mindestens 15 Jahren unveränderten Kontaktdaten direkt beim Verantwortlichen an der Botschaftsrezeption.

Das scheint angesichts der momentanen Notfall-Situation nicht viel bewirkt zu haben, denn ich bekomme keinerlei Benachrichtigungen.

Meine letzte E-Mail-Kommunikation mit der Auslandsvertretung liegt bereits 3 Jahre zurück. Da hatte ich mich über den Stand meiner Anzeige gegen eine leitende Botschaftsmitarbeiterin wegen des Vorwurfs der Korruption informieren wollen, jedoch keine Antwort bekommen.

Ob Außenminister Heiko Maas wohl über die Vorgehensweise der Deutschen Botschaft in Krisensituationen informiert ist?

Sollte er, denn bald wird sich gewiss auch Deutschland am 700-Millionen-Dollar-Hilfspaket für Maßnahmen gegen die Ausweitung der Corona-Pandemie in Mosambik beteiligen!