• Roland Hohberg

Terror im Norden Mosambiks

Updated: Apr 9

Seit Oktober 2017 kommt es in den nördlichen Bezirken der Nordprovinz Cabo Delgado immer wieder zu bewaffneten Angriffen. Es wurde zunächst davon ausgegangen, dass es sich bei den Angreifern um Mitglieder der extremistischen Gruppe Al-Shabaab handelt. Sie fallen in Dörfer ein, stecken Häuser in Brand, töten Dorfbewohner mit Macheten und plündern ihre Lebensmittelvorräte. Zahlreiche Bewohner der betroffenen Dörfer sind aus Angst um ihr Leben in andere Bezirke geflohen. Die Provinz Cabo Delgado ist für die Zentralregierung Mosambiks aufgrund ihres Reichtums an Bodenschätzen wie Erdgas und Rubinen von Bedeutung. Daher hat die Regierung versprochen, die Militärpräsenz in der Region seit Beginn der Angriffe zu erhöhen. Doch werden seitdem Journalisten von den Behörden eingeschüchtert, drangsaliert und daran gehindert, über die wirliche Lage in der Region zu berichten. Zu Beginn dieser Woche ist es innerhalb von nur 48 Stunden zu zwei schweren Angriffen in den Ortschaften Moçimboa da Praia und Quissanga gekommen, wobei viele Einwohner niedergeschlachtet, Fahrzeuge in Brand gesetzt und eine Polizeistation besetzt wurden.